BIOHOF - Bachern / Story

  • Hallo meine Lieben,  

    ich bin neu hier und möchte euch gleich mit einer Story aus Ellerbach versorgen. :)


    Einstellungen und Annahmen:



    Story:


    Der Biohof Bachern gehört zur Gemeinde Ellerbach und liegt eben dort im Ortsteil Bachern. Der Hof wird von mir (Sepp) und meiner Frau Sonja seit heuer bewirtschaftet. Da wir nun beide 30 geworden sind und meine Eltern in Rente gegangen sind haben sie uns auch den Hof mit 1.1.2020 überschrieben. Der Biohof Bachern besteht eigentlich aus zwei, ehemals getrennten, Hofstellen welche vor ca. 30 Jahren fusioniert wurden. Auf einer Hofstelle befindet sich Stall für Milchvieh sowie eine kleine Biogasanlage, auf der zweiten Hofstelle, welche gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite ist, befindet sich ein Schweinemast- sowie ein kleiner Schweinezuchtstall.
    Daneben haben wir noch einen relativ großen Wald, aktuell sind wir da aber nur mit den Aufräumungsarbeiten nach den letzten Stürmen beschäftigt und das Holz kann nur als Energieholz vermarktet werden. Ferner arbeiten wir ab und zu auch selbst im Lohn für andere Bauern. Manchmal dreschen wir mit unserem alten Dominator 108 SL Maxi den ein oder anderen Hektar für unsere Nachbarn, viel häufiger ist allerdings unser relativ neuer Einböck Striegel (12m) sowie unsere jahrelang aufgebaute Kompetenz in der mechanischen Unkrautregulierung gefragt.



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    Der Traktor - Fuhrpark besteht aus:


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    Fendt Farmer 307 (75PS)
    Fendt Vario 412 (125Ps)
    Fendt Varo 415 (165Ps)

    Den restlichen Fuhrpark, lernt ihr sicher auch bald kennen. ;)


    Zu den aktuellen Problemen und Überlegungen die wir haben:


    - Wir versuchen gerade eine Direktvermarktung von Eiern, Milch, Kartoffeln und eventuell auch Bio-Soja aufzubauen. Eine Verkaufshütte habe ich bereits gezimmert, einzig auf den Milchautomaten warten wir noch.

    - Bei der Biogasanlage ist der Einspeisevertrag ausgelaufen und die neuen Konditionen sind so schlecht, dass wir die Anlage erstmal außer Betrieb genommen haben. Hierzu sollten wir aber auch dringendst Lösungen finden.
    - Wir bewirtschaften viel zu wenig Land (eigenes und gepachtetes) selbst und müssen Futter oftmals teuer zukaufen. Auch hier muss sich dringend was ändern.
    - Ca 250.000€ Schulden, welche zum Großteil noch vom Neubau des Maststalls vor 5 Jahren da sind

    - Teilweise ist der Fuhrpark eher veraltet, speziell bei den größeren Maschinen wie Mähdrescher, Traktoren, Ladewagen, etc. - beispielsweise haben wir immer wieder grobe Probleme mit dem Dominator und hier stellt sich die Frage ob wir in etwas neues investieren, was sich aber nur bei Ausweitung der Lohnarbeit rentiert oder selbst in Zukunft vom Lohner dreschen lassen.

    Was tut sich aktuell am Hof so:

    Die Felder sind soweit vorbereitet und heute habe ich die ersten Paletten mit Saatgut sowie Dünger von der Baywa geholt. Dabei sind mir auch 2 Paletten mit Setzlingen (Tannen) untergekommen. In den nächsten Tagen werde ich mir vom Lohner wohl mal die Setzmaschine ausborgen und im Wald die kahlen Flächen etwas aufforsten. Ansonsten heißt es gerade abwarten bis das Wetter schöner wird um mit der Aussaat beginnen zu können. Futtertechnisch sieht es im Moment noch gut aus, aber bei den Schweinen werden wir wohl wie immer gegen Ende des Frühjahres leer sein und zukaufen müssen.


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    Ich lass bald wieder von mir hören.
    Liebe Grüße Sepp und Sonja

  • Biohof Bachern - News Update


    Wie letztens bereits angesprochen, habe ich im Wald durch die vergangenen Winterstürme viele kahle Flächen. Aus diesem Grund habe ich vergangene Woche damit begonnen diese Flächen mit einer, vom Maschinenring geborgten, Pflanzmaschine aufzuforsten. Allerdings habe ich die Menge der benötigten Setzlinge unterschätzt und auch die Pflanzmaschine nur zu kurz ausgeborgt. Deshalb werde ich da wohl nochmal einen zweiten Durchgang im Herbst starten.


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    Nachdem das Wetter endlich warm genug war, habe nun ebenfalls mit der Aussaat begonnen. Da allerdings zum Zeitpunkt der Aussaat weit und breit kein Regen in Sicht war habe ich erstmal nur die 2 Hektar Gerste ausgesäht. Da sich danach leider tatsächlich eine veritable Trockenphase einstellte war allerdings wohl das noch zu früh und ich befürchte, dass nicht alles keimen wird und wir bereits jetzt mit Einbußen bei der Ernte rechnen müssen.


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    Für heute Abend wurde schlussendlich dann Regen gemeldet und ich bin kurz davor noch mit dem Düngerstreuer auf die Felder mit der Gerste. Nach dem Regen werde ich jetzt etwas Stress mit der Aussaat von Weizen, Hafer und Raps bekommen. Wann säht ihr denn eigentlich das Getreide und den Raps? Noch im Herbst oder erst im Frühjahr? Wenn das Wetter im Frühjahr nicht mitspielt kann das zeitlich ja durchaus knapp werden oder?


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    In den nächsten Tagen sollte dann auch der Milchautomat kommen und unser Ab-Hof-Verkauf wird dann in Betrieb gehen. Werbung ist schon draußen.


    Liebe Grüße und bis bald

    Sepp und Sonja

  • Biohof Bachern - News Update


    Liebe Freunde vom Biohof Bachern, in den letzten Tagen hat sich einiges getan. Zuerst kam endlich der ersehnte Regen, welcher dafür aber gleich mehrere Tage blieb. Daraus folgend hat sich unser Zeitfenster für die Aussaat von Raps, Weizen und Hafer extrem verkürzt, aber wir haben es geschafft alle Flächen wie geplant zu bestellen. Allerdings werden wir auf Euren Rat hören und in Zukunft bereits im Herbst versuchen einige Wintersaaten in den Boden zu bekommen. Das sollte dann im Frühjahr 2021 für deutlich weniger Stress sorgen. Zusätzlich haben wir heuer auch zum ersten Mal etwas Kartoffeln angesät (Maschine haben wir uns vom lokalen Maschinenring ausgeliehen). Wir wollen ja in Zukunft unsere Kartoffeln selbst am eigenen Hofladen vermarkten. Hat da jemand Erfahrungen wie viele Kartoffeln man ca. pro Jahr über den Ab-Hof-Verkauf abgesetzt bekommt?


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    (fertig mit der Getreide-Aussaat)


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    (Kartoffel-Aussaat)


    Außerdem hat nach dem Regen das Gras so richtig angeschoben und wir können seit heute täglich frisches Gras für die Kühe direkt von den Wiesen holen. Das ist insofern bitter notwendig, weil unsere Futterreserven schon fast aufgebraucht sind und wir die restlichen paar Heuballen wirklich als allerletzte Reserve behalten bzw. schon gar nichts teuer zukaufen wollen.


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    (täglich gibt es jetzt frisches Gras für die Kühe)


    Wenn das Gras weiterhin so toll wächst, werden wir wahrscheinlich in den nächsten Tagen auch auf ein paar Flächen erste Silageballen machen. Wir wollen heuer mit einem sehr frühen ersten Schnitt auf manchen Flächen versuchen insgesamt einen zusätzlichen Schnitt rauszuholen und den gesamten Ertrag mit dem Ertrag auf den Wiesen vergleichen die wir wie sonst auch 3x mähen. Wie viele Schnitte bekommt ihr denn so pro Jahr unter?


    News gibt es leider auch von unserer Ab-Hof-Verkaufs Hütte, denn der Hersteller vom Milchautomat ist insolvent und wir mussten nun erst wieder neu bei einem anderen Hersteller bestellen. Aktuell fällt allerdings eh sehr wenig Milch an, denn die meisten unserer Kühe sind gerade in einer Trockenphase. Dafür ist der Verkauf von unserem abgepackten Bio-Soja super angelaufen, man merkt eindeutig, dass sich immer mehr Menschen pflanzen-basierter ernähren. Auch die Eier gehen weg wie warme Semmel, wir könnten wohl 10x so viele verkaufen wie aktuell. Deswegen überlegen wir auch noch mehr Hühner anzuschaffen.

    So, dass war´s erstmal, ich muss zurück auf die Felder zum Düngen.

    Liebe Grüße und bis bald,
    Sepp und Sonja