Rastlos statt ratlos – jetzt geht es Schlag auf Schlag.
Schließlich muss die neue Ernte bald in den Boden, und außerdem steht noch das Highlight des Jahres bevor. Gerade hier erhoffe ich mir das Meiste.
Es geht um die Maissilage – Futter für die Viecher und hoffentlich auch eine solide Grundlage für den folgenden Bestand. Dafür habe ich beim Lohner schließlich nicht wenig bezahlt, umso größer ist die Erwartung.
Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und den frisch geernteten Weizenacker umschmeißen.
Zuvor wurde das Stroh noch feinsäuberlich gepresst und abgefahren: 17 Ballen auf knapp 9,3 Tagwerk (3,1 ha) – kein Brüller, aber besser als nichts. Auch die knapp 8 t/ha hätten ruhig ein bisschen mehr sein dürfen.
Aber Schluss mit dem Jammern – rauf auf den Bock. Der gute alte 3640 schlägt sich wacker vor dem Lemken, auch wenn ihn die 4 × 40 cm Arbeitsbreite spürbar fordern.
Kurz vor Mitternacht war es dann vollbracht.
Morgen geht’s dann mit dem MF und der Kreiselegge weiter, um das Feld 50/50 zu teilen. Eine Hälfte bleibt so liegen und überwintert, die andere Hälfte wird versuchsweise mit Ackergras bestellt. Hier erhoffe ich mir noch einen Schnitt, bevor dort Sommerweizen oder auch Mais gesät wird.
Auch der kleine MF hat heute gut zu tun, aber es hilft nichts – für morgen hat sich der Lohner angekündigt. Eigentlich wollte ich das Ackergras selbst säen, da das ja doch wieder ein Kostenfaktor ist. Aber am Ende muss man ehrlich sein: Der Lohner hat dafür einfach die bessere und modernere Technik.
Günther, unser Lohner, ist heute mit seiner neuen Vredo DZ5 Agri Twin 580 im Ersteinsatz angekommen, zuverlässig gezogen vom Deutz‑Fahr Agrotrac 170. Während meine Frau neben Günther steht und alles im Blick behält, nehme ich mir die Zeit, das Schmuckstück erst einmal in Ruhe zu begutachten.


