Beiträge von GK.farming

    Hey,

    Nachdem ich etliche Kipperladungen voll ins Silo gefahren habe, war das Getreide rechtzeitig vor dem Wetterumschwung eingeholt.

    Als nächsten Schritt galt es daher, das Feld für die nächste Aussaat vorzubereiten.

    Man fährt Mist aus, um ihn als natürlichen Dünger auf Feldern auszubringen. Die organischen Stoffe im Mist liefern Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, fördern die Bodenstruktur, aktivieren das Bodenleben und tragen so zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei. Mist hilft zudem beim Humusaufbau, speichert Wasser und verbessert den Lufthaushalt des Bodens.

    Hallo und Willkommen zurück,

    heute begleitest du mich beim Abfahren mit dem Zetor 5320, einem hierzulande nicht ganz so gewöhnlichen kleinen 2WD Schlepper aus tschechischer Produktion.

    Den alten Einachser Anhänger haben wir schlicht mit aufgesteckten Rungen um etwas Kapazität erweitert.

    Eingelagert wird das Getreide zunächst im hofeigenen Silo, bevor es dann bei passender Preisentwicklung weiter verkauft wird.

    Soo,

    nachdem Ernst' Holsteiner nun also auch wieder mit frischem Futter für die Heumilchproduktion versorgt waren, ließ der nächste "Auftrag" nicht lange auf sich warten. Im Gegensatz zu mir wird die dortige Hofstelle nämlich im Haupterwerb betrieben und daher fällt das Wegbrechen einer Arbeitskraft auch deutlich schwerer ins Gewicht. Aus diesem Grund half ich gerne bei der Getreideernte mit dem eigenen Drescher.

    Auf der Kanzel des betagten aber eigenen Bizon Z0-56 bist du zwar Wind und Wetter nahezu ungeschützt ausgesetzt, was aber auch irgendwie seinen ganz eigenen Charme hat. Der polnische Drescher wurde von 1976 bis 1994 gebaut, also bis 6 Jahre vor der endgültigen Werksschließung, und zieht seine Kraft aus einem 6.5l großen Leyland Sechszylinder.

    Hallo zusammen,

    schön, dass ihr mit mir zusammen so früh aus den Federn seid um bei Sonnenaufgang mit dem Horal MV3 030 die Heuschwade aufzulesen. Dieser Ladewagen hat wirklich ein absolut faszinierendes Volumen!

    Hey,

    mit altem Gerät dauert die Arbeit einfach doch so seine Zeit, auch wenn mein Nachbar Ernst durchaus jüngere Maschinen im Bestand hat, als ich.

    Wie dem auch sei: die Maht war letztendlich abgeschlossen, so dass bis in den späten Abend hinein gewendet und geschwadert werden konnte. Zum Glück hat das Wetter gehalten!

    Hallo,

    schön, dass du wieder mit dabei bist. Auf dem Hof läuft soweit alles nach Plan. Die Kühe sind versorgt, die Ernte ist eingefahren und alle überschüssigen Maschinen sind abgestoßen. Der mit den Jahren angesammelte Metallschrott entsorgt.

    Da wurden Ressourcen frei, als der Nachbar fragte, ob ich vielleicht bei der Arbeit auf seinem Hof helfen könne, da sein Knecht dauerhaft ausfalle und er so adhoc keine andere Unterstützung bekäme. Also im Sinne der guten Nachbarschaft - denn hier wäscht noch eine Hand die andere - rauf den den Sitz des Ursus C-330 und mit dem alten Claas Disco 3050 die Futterwiesen gemäht.

    Hallo zusammen,

    heute stand dann die Strohernte an. Nachdem im letzten Arbeitsgang die Ballen akkurat von der doch sehr betagten Ferguson F12 gepresst wurden (s. voriger Post), war für das Ballensammeln dann wieder vereinte Manneskraft gefragt. Die Jungs aus der Nachbarschaft packten alle tatkräftig mit an und so waren die gut 200 Ballen schnell vom Feld und im Ballenlager verräumt. Das Einstreu für den kommenden Winter ist damit gesichert!

    Hey,

    da hat mich doch aufgrund des gestrigen Posts der Leiter der Lehrwerkstatt von Claas angeschrieben, weil er den Garant mit seinen Stiften gern wieder in den Auslieferungszustand bringen wollen würde. Da ich den Drescher aber rein aus Gründen der Herausforderung wieder instand gesetzt habe, wurden wir uns schnell einig und die Maschine wurde kurzfristig per Tieflader abgeholt.

    Für mich jedoch weiter im Text:

    Mit der alten Ferguson F12 galt es, die Strohschwaden zu handlichen Ballen zu pressen.

    Hallo,

    die Arbeit mit solch historischem Gerät ist trotz Maschinenunterstützung ein echter Knochenjob - überhaupt kein Vergleich zu heutigen Standarts. Auch nicht, was die Füllmenge des Korntanks angeht zum Beispiel. Und so musste auch entsprechend oft abgetankt werden. Sicher, früher war das ein riesiger Schritt weg von der Handarbeit und den verbreiteten Dreschkästen. Heute führt es einem jedoch eindrucksvoll den Stand der Technik und die damit verbundenen Annehmlichkeiten vor Augen.

    Aber seien wir ehrlich: häufigeres Abtanken bedeutet auch häufigere Pausen und damit verbundene Chancen auf eine Brotzeit und ein kühles Getränk!

    Hallo zusammen,

    nach all der Schrauberei war es dann an der Zeit, den grünen Giganten aus der Scheune zu schleppen und einem Härtetest zu unterziehen - vor allem, nachdem ich bei meinen ganzen Recherchen auch auf altes Prospektmaterial in Heinz' Unterlagen gestoßen war:

    Also, den Deutz angeschmissen und den Nachbarn bei der Weizenernte unterstützt.

    Das war wirklich ein Spaß! Wirklich wettbewerbsfähig heutzutage aber leider überhaupt nicht mehr.

    Hallo, Freunde der Landwirtschaft,

    nachdem die Kühe nun also versorgt und auch die Wiesen auf die weitere Wachstumsphase vorbereitet waren, konnte ich mich um die nächste Baustelle kümmern:

    diesen Claas Garant Mähdrescher.

    Der Claas Garant war ein gezogener Mähdrescher des westfälischen Landmaschinenherstellers Claas. Er basierte auf dem selbstfahrenden Claas Mercur und war somit technisch anders als der wesentlich häufiger gebaute, ebenfalls gezogene Claas Super aufgebaut. Eine Bedeutung für den Mähdreschermarkt konnte der Garant aufgrund des Konkurrenzdrucks durch selbstfahrende Mähdrescher nicht erlangen. In der kurzen Produktionszeit zwischen 1967 und 1970 wurden nur knapp 1000 Maschinen hergestellt. Bedient wird der Garant mit einer Fernbedienung vom Fahrersitz des ziehenden Schleppers aus. Durch Hochfahren des Schneidwerkes und Schwenken wird der Garant in Transportstellung gebracht.

    Das Schneidwerk des Garant hatte eine Schnittbreite von 2400 mm und war hydraulisch zwischen −80 mm und 1200 mm höhenverstellbar. Es wurde durch Schraubenfedern passiv an Bodenunebenheiten angepasst, auch die dreiteiligen Halmteiler waren beweglich aufgehängt und passten sich dem Boden an. Serienmäßig waren 16 Ährenheber angebaut. Die Federzinken-Pick-Up-Haspel konnte hydraulisch in der Höhe und stufenlos in der Drehzahl eingestellt werden. Als Schutzmechanismus gegen Überlastung der Einzugswalze und Haspel war eine federbelastete Zweischeibenreibkupplung eingebaut. Soviel zur blanken Theorie. Die Jahre des Stehens hatten der eigentlich sehr robusten Technik dennoch etwas zugesetzt und so war einiges an Zeit und Mühe nötig, den nach dem Längsflussdreschsystem mit tangentialer Dreschgutzuführung arbeitenden Gerät wieder Leben einzuhauchen.

    Hallo zusammen,

    als Vorbereitung für die nächste Maht ging es im Anschluss des Einfahrens an das Walzen.

    Hierbei leistete der alte Lanz Einzylinder wieder zuverlässig Hilfe. Ich hab immer noch den Geruch des frisch gemähten Grases in der Nase.

    Hallo Modding-Welt,

    nachdem die Maht in vernünftigen Schwaden abgelegt war, galt es, das Gras mit dem altgedienten SIP Pionier einzuholen.

    Ich finde, dieses Gespann harmoniert ganz prächtig miteinander und lässt sofort nostalgische Gefühle in mir aufkommen!

    Und auch, wenn alles etwas gemächlicher und gemütlicher vor sich ging - mein Freund Sebastian zog jüngst gar den Vergleich zur Handarbeit - erreichte ich doch irgendwann das Ziel und konnte die Schwarzbunten mit frischem Futter versorgen.

    Hallo,

    wie du dir sicher vorstellen kannst, nahm die Arbeit mit dem Seitenmähwerk so seine Zeit in Anspruch. Auf der anderen Seite war es aber auch wirklich schön, sich den leichten Sommerwind um die Nase wehen zu lassen, während der Zweizylinder monton sein Lied spielte, untermalt vom Rasseln der Messer. Die Entdeckung der Langsamkeit.

    Noch einen Gang zurück in allem ging es dann ganz automatisch beim Schwaden der Maht mittels des zweiten wiederbelebten Oldtimers aus Heinz' Bestand: dem Lanz Bulldog D1706. Der brauchte im übrigen gar nicht mal so viel Zuwendung!

    Mit dem Lanz D 1706 reagierte Lanz auf den zunehmenden Druck, einen Dieselmotor anzubieten. Allerdings wurde der als "Halbdiesel" bezeichnete Motor mit Benzin gestartet und später auf Diesel umgestellt. Das zeigt, dass die Mannheimer nicht das bewährte Grundprinzip des langsam laufenden und liegenden Einzylindermotor aufgeben wollten. Und genau dieser unverkennbare Sound hatte mich bereits als Kind stark geprägt, lief doch in der Nachbarschaft genau so ein blauer Bollerkopp.

    Hallo,

    nachdem ich dem Wildwuchs rund um den Hof einigermaßen Herr geworden war, konnte ich dann auch endlich alle Tore öffnen und die Scheunen entrümpeln. Schon faszinierend wie erschreckend, wie viel Zeug sich in der Spanne eines Lebens so anhäuft - vor allem bei der Nachkriegsgeneration, die ja oft vermeintlich alles noch gebrauchen kann. Versteh mich nicht falsch: ich bin kein Freund der heutigen Wegwerfmentalität. Aber das Allermeiste aus dem bunten Materialsammelsurium wartet doch vergebens auf einen zweiten Einsatz.

    Wie dem auch sei. Nachdem ich in der letzten Woche wieder einigermaßen Grund in alles habe bringen können, belebte ich auch zunächst einen der zwei Schlepper aus Heinz' Besitz wieder.

    Der Deutz D 25 war ein Schlepper aus der D-Serie, den Klöckner-Humboldt-Deutz von 1959 bis 1965 in den Deutz-Werken in Köln produzierte. Dieser hier stammt aus dem Baujahr 1962.

    Der 25 PS starke luftgekühlte Zweizylindermotor mit Wirbelkammereinspritzung und Einlochzapfendüsen verfügte über ein Schwungrad mit Kühlgebläse sowie Leichtmetallkolben. Ein unabhängiger Mähwerksantrieb mit 1059/min, eine Vorderachse mit gummigefederten Lenkschenkeln und eine Differentialsperre mit Fußbetätigung und automatischer Ausrückung gehörten ebenfalls zur Ausstattung des Deutz D 25 wie eine Getriebehandbremse und eine Dreipedalbremse mit automatischem Bremsausgleich, als Lenk- und Fahrbremse.

    Mit dem angebauten Seitenmähwerk ging es dann an die Arbeit: Frisches Gras für die noch verbliebenen Kühe musste her.

    Hallo du,

    schön ,dass du mich auch in diesem neuen Abenteuer begleitest.

    Als erstes einmal musste das Hofgelände wieder frei gelegt werden. Die Jahre des Nichtstuns hatten der Natur jede Menge Zeit gegeben, sich ihren Lebensraum wieder zurück zu erobern. Dementsprechend verwildert und verwuchert war dann auch alles. In einer der Scheunen fand ich zum Glück diesen FS Gigant Ilm von Faessler Landtechnik. Der Acme 4 Takt Dieselmotor war aufgrund seiner robusten Bauweise zum Glück mit wenigen Handgriffen wieder in Gang gebracht, so dass die 8 PS das Bidux Doppelmessermähsystem antrieben wie am ersten Tag.

    Hallo,

    Heinz betrieb bis vor Kurzem einen kleinen Kuhhof im Nebenerwerb, so verriet er mir. Hauptberuflich habe er als Maschinenschlosser bei einer großen, überregional bekannten Werkzeugfabrik gearbeitet und den Hof seit Jahrzehnten im Feierabend bewirtschaftet. Doch nachdem seine Elfriede jetzt im Seniorenheim untergebracht sei, fehle ihm dafür die nötige Zeit und auch das Geld. Deswegen sei er auf der Suche nach einem Pächter, der seinem Hof zu neuem Glanz verhelfe.

    An einem regnerischen Tag schaute ich mir das Ganze neugierig an - und konnte einfach nicht anders, als zuzusagen.

    Auf zu neuen Abenteuern!