Hallo,
nachdem ich dem Wildwuchs rund um den Hof einigermaßen Herr geworden war, konnte ich dann auch endlich alle Tore öffnen und die Scheunen entrümpeln. Schon faszinierend wie erschreckend, wie viel Zeug sich in der Spanne eines Lebens so anhäuft - vor allem bei der Nachkriegsgeneration, die ja oft vermeintlich alles noch gebrauchen kann. Versteh mich nicht falsch: ich bin kein Freund der heutigen Wegwerfmentalität. Aber das Allermeiste aus dem bunten Materialsammelsurium wartet doch vergebens auf einen zweiten Einsatz.
Wie dem auch sei. Nachdem ich in der letzten Woche wieder einigermaßen Grund in alles habe bringen können, belebte ich auch zunächst einen der zwei Schlepper aus Heinz' Besitz wieder.
Der Deutz D 25 war ein Schlepper aus der D-Serie, den Klöckner-Humboldt-Deutz von 1959 bis 1965 in den Deutz-Werken in Köln produzierte. Dieser hier stammt aus dem Baujahr 1962.
Der 25 PS starke luftgekühlte Zweizylindermotor mit Wirbelkammereinspritzung und Einlochzapfendüsen verfügte über ein Schwungrad mit Kühlgebläse sowie Leichtmetallkolben. Ein unabhängiger Mähwerksantrieb mit 1059/min, eine Vorderachse mit gummigefederten Lenkschenkeln und eine Differentialsperre mit Fußbetätigung und automatischer Ausrückung gehörten ebenfalls zur Ausstattung des Deutz D 25 wie eine Getriebehandbremse und eine Dreipedalbremse mit automatischem Bremsausgleich, als Lenk- und Fahrbremse.
Mit dem angebauten Seitenmähwerk ging es dann an die Arbeit: Frisches Gras für die noch verbliebenen Kühe musste her.