Hallo, Freunde der Landwirtschaft,
nachdem die Kühe nun also versorgt und auch die Wiesen auf die weitere Wachstumsphase vorbereitet waren, konnte ich mich um die nächste Baustelle kümmern:
diesen Claas Garant Mähdrescher.
Der Claas Garant war ein gezogener Mähdrescher des westfälischen Landmaschinenherstellers Claas. Er basierte auf dem selbstfahrenden Claas Mercur und war somit technisch anders als der wesentlich häufiger gebaute, ebenfalls gezogene Claas Super aufgebaut. Eine Bedeutung für den Mähdreschermarkt konnte der Garant aufgrund des Konkurrenzdrucks durch selbstfahrende Mähdrescher nicht erlangen. In der kurzen Produktionszeit zwischen 1967 und 1970 wurden nur knapp 1000 Maschinen hergestellt. Bedient wird der Garant mit einer Fernbedienung vom Fahrersitz des ziehenden Schleppers aus. Durch Hochfahren des Schneidwerkes und Schwenken wird der Garant in Transportstellung gebracht.
Das Schneidwerk des Garant hatte eine Schnittbreite von 2400 mm und war hydraulisch zwischen −80 mm und 1200 mm höhenverstellbar. Es wurde durch Schraubenfedern passiv an Bodenunebenheiten angepasst, auch die dreiteiligen Halmteiler waren beweglich aufgehängt und passten sich dem Boden an. Serienmäßig waren 16 Ährenheber angebaut. Die Federzinken-Pick-Up-Haspel konnte hydraulisch in der Höhe und stufenlos in der Drehzahl eingestellt werden. Als Schutzmechanismus gegen Überlastung der Einzugswalze und Haspel war eine federbelastete Zweischeibenreibkupplung eingebaut. Soviel zur blanken Theorie. Die Jahre des Stehens hatten der eigentlich sehr robusten Technik dennoch etwas zugesetzt und so war einiges an Zeit und Mühe nötig, den nach dem Längsflussdreschsystem mit tangentialer Dreschgutzuführung arbeitenden Gerät wieder Leben einzuhauchen.
