Beiträge von GK.farming

    Mit dem Profihopper von Amazone konnten wir dem Wildwuchs des Rasens einigermaßen Herr werden, bevor es dann mit dem Bungartz Einachser daran ging, das Buschwerk und den restlichen Pflanzenbestand unterzufräsen. Die Baustelle wurde zudem begleitet von einem Filmteam mit Drohne, die aus dem Material einen Werbeclip für Arbeit.swiss dreht.

    Kurz nach Abschluss meiner Gartenarbeit wurde ich vom Chef der benachbarten Jungholzer Schweiz angesprochen, ob ich wochenends nicht in seinem Betrieb aushelfen und in der Grünpflege unterstützen wollen würde.

    Gesagt, getan, fand ich mich am kommenden Samstag auf einem Amazone Profihopper wieder und pflegte die Anlagen der Klosterkirche St. Bernhard.

    Kaum die Koffer im Agroscope (Tänikon) gegenüber der Swiss Future Farm ausgepackt, wartete nach einer kurzen und herzlichen Einführung bereits die erste Lektion - so grundlegend und essentiell, dass man im Alltag kaum einen Gedanken aktiv daran verschwendet. Aber wie es sich für einen Schulungs- und Forschungsbetrieb gehört, wird selbst das vermeintlich intuitivste aufgearbeitet und hinterfragt: die Wichtigkeit sauberer Arbeitsgeräte.

    Zu diesem Zweck bekam ich einen augenscheinlich sauberen Briggs&Stratton Mäher und die Aufgabe, die Grünfläche im Eingangsbereich zu mähen.

    Das allerdings vermeintlich saubere Gerät erwies sich als nicht sonderlich effektiv und schmiss trotz Fangkorb einiges an Rasenschnitt unaufgesaugt hinten aus. Eine völlig verkrustete Gehäuseinnenseite mitsamt von Dreck blockierter Antriebsrolle war die Ursache hierfür.

    Maschinenpflege stand also auf dem Programm...

    Durch einen Artikel auf der Website Profi.de bin ich eines Abends auf die Swiss Future Farm im nicht allzuweit entfernten Ettenhausen aufmerksam geworden. Weitere Recherchen haben mich dann dazu veranlasst, mich für eine Fortbildungsreihe in zukunftsträchtigen Technologien anzumelden.

    Und heute war es dann soweit: mit dem Bus ging es auf die Reise zur Swiss Future Farm.


    Da haben die Jungs von Kraft Landmaschinen in Erlengrat ganze Arbeit geleistet und den betagten TX32, den wir aus dem Bestand der Hofauflösung Meyerhofer in Felsbrunn überführt hatten, revidiert und auf Vordermann gebracht.

    Nun wartet er auf den ersten Ernteeinsatz in der Schweiz.

    Nach Abschluss aller anfallenden Arbeiten blieb nur mehr das Verladen der für uns interessanten Gerätschaften übrig.

    Mit Verzurren des letzten Anbaugerätes auf dem Plattformanhänger zog auch das vorerst letzte Fünkchen Landwirtschaft aus dem Hause Meyerhofer aus.

    Aufgrund der nicht all zu großen Distanz zwischen Felsbrunn und Erlengrat werden wir die Entwicklung des Anwesens aber sicher im Auge behalten können.

    Nachdem der Drescher gut in Erlengrat bei Landmaschinenhändler Kraft angekommen war, konnten auch die letzten vertraglich mit der Bank vereinbarten Arbeiten erledigt werden.

    Dazu zählte neben der Überführung für uns nicht interessanter Geräte auch die Strohbergung und der Abtransport der Lagerbestände.

    Nachdem alle Meyerhofschen Flächen abgeerntet und das Getreide im Hofsilo zwischengelagert wurden, konnte der TX32 dann seinen Weg nach Erlengrat antreten. Dazu mussten wir uns extra Kurzzeitkennzeichen besorgen, da eine rote Händlernummer nicht mehr so einfach zu organisieren ist wie noch vor ein paar Jahren.

    Auf einer meiner Motorradtouren durch das Umland entdeckte ich diesen augenscheinlich nicht weiter bewirtschafteten Hof am Fuße von Burg Felsbrunn.

    Nach intensiver Recherche stellte sich heraus, dass es sich um den Betrieb Meyerhofer handelte, deren Besitzer nachfolgelos verstorben war.

    Für heute war dann ein Ortstermin mit dem zuständigen Verwalter der Bank angesetzt. Der Betrieb als solches ist aufgrund seiner Lage nicht interessant für uns. Der Maschinenpark hinsichtlich meines letzten Gespräches mit Kalkbrenner Senior allerdings schon - ist doch eine Erweiterung des Betriebes geplant.

    Mit 25cm Neuschnee in der Nacht wurde dann selbst das letzte verbliebene Fleckchen Erde bedeckt. Da ich Ettore mein Wort gegeben hatte, schaute ich also oben auf der Alm nach dem Rechten. Ohne Schneeketten ging es nicht. Endlich Winter, wie es ihn bei uns daheim seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat...

    Die neuen Pächter hatten die Alm aber vorbildlich winterfest gemacht, so dass ich Ettore mit ein paar Fotos beruhigen konnte.

    Mit der Zeit waren dann auch die Silageballen soweit vergoren, dass sie der BGA zugeführt werden konnten und den Prozess der Energiegewinnung in Gang brachten.

    Energie - insbesondere alternative Energien - ist ein Thema, über welches man stundenlang sinnieren könnte. An dieser Stelle sei schlicht gesagt, dass es sich absolut richtig anfühlt, diesen Weg zu beschreiten; die Investition des alten Kalkbrenner also genau die richtige Entscheidung war.