Lea & Jim in Steinbrunn ~ THE LS19 STORY

  • 51. | Zurück


    Jim ist zurück in Steinbrunn. Als er mit dem Bus an seinem früheren Hof vorbeifährt, fühlt es sich an, als würde das Leben einen Dolch durch sein Herz bohren. Auf dem Hof stehen inzwischen andere Maschinen, so selbstverständlich, als hätten sie schon immer dort gestanden ... die kleine Pferdekoppel, die Jim Lea schenkte und wo sich Jim von Lea verabschieden musste, existiert nicht mehr. Nichts ist für die Ewigkeit ... alles was bleibt, ist Staub ... aber dennoch verschwenden wir ständig unsere Zeit ... wir arbeiten von früh bis spät ... machen Dinge, die wir nicht möchten ... Hauptsache höher, schneller, weiter ... und alles was bleibt, ist Staub. Wieso ist uns nicht bewusst, dass schon in der nächsten Sekunde alles vorbei sein kann? ... Wieso genießen wir nicht jeden einzelnen Moment mit unserer Familie und unseren Freunden? ... Wieso lassen wir uns ständig von Wut, Hass, Neid und Macht regieren? ... Obwohl wir genau wissen, dass am Ende nur Staub bleibt, von all dem, was wir hier tun.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 197


    Als Jim ankommt, wird er freudig von Anna und ihrem Vater Kurt empfangen: "Jim, endlich bist du wieder da. Ich habe mir so große Sorgen gemacht, wo bist du gewesen?" ... Jim antwortet cool: "Ich habe Zuckerrohr geerntet, Sprengstoff in die peruanischen Berge gefahren und einen Truck von einer 50-Meter-Brücke geworfen" ... Anna und Kurt starren Jim mit verwirrten Augen und offenem Mund an ... "Ach, nicht so wichtig", winkt Jim ab, "Anna, zeig mir doch mal den Hof".


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 198


    Anna erzählt Jim, dass ihr Vater das Lohnunternehmen aufgeben musste. Leider läuft die Wirtschaft zur Zeit nicht gut in Steinbrunn, aber ein paar große Maschinen konnte Kurt behalten und damit pflegen sie nun den Schafhof mit Getreide- und Kartoffelanbau. "Wir suchen dringend Verstärkung, da uns die Arbeit über den Kopf wächst", erklärt Anna, "hast du nicht Lust, bei uns einzusteigen? Du könntest sogar bei uns wohnen, wir haben genügend Platz" ... "Ich dachte schon, du fragst nie", grinst Jim!


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 199


    Am Abend steht Jim am Weidezaun und beobachtet Anna, die barfuß und völlig unbeschwert über die Schafweide hüpft. Jim muss an die Worte eines guten Freundes denken: "Schafe werden heilen deine Seele. Du wirst viel Gastfreundschaft, häusliche Wärme und Geborgenheit finden, aber noch etwas Zeit braucht es" ... "Jim, hör endlich auf zu träumen und komm in die Weide", ruft Anna lachend, "ich möchte dir die Schafe vorstellen" ... "Claudio, mein bester Amigo, jetzt ist die Zeit gekommen", Jim springt mit einem Satz über den Weidezaun ... direkt in ein neues Abenteuer.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 200

    Lea & Jim in Steinbrunn - meine LS19 Story im Forum: STORY ANSCHAUEN :this:

    Einmal editiert, zuletzt von phFARM ()

  • Danke, Danke, Danke !!! auf der vorherigen Seite wurde viel über den Bezug der story auf das reale leben diskutiert und oft wurde die frage gestellt ob es nur mir so nahe geht. Nein. Ich war beim Tod von Lea den tränen nahe und mir wurde eng ums Herz als der rote Truck von der Brücke fiel und mir fiel ein stein vom Herzen als ich las das Jim lebt.


    ich kann es nicht genug sagen:


    #DankephFarm:easypeasy:

    Mfg SigiGamingLP der Schweizer

  • neues Kapitel, neues Glück, neue Schafe.

    Jim wird hoffentlich nicht auch den Fehler begehen, dass er sich vom alten nicht los reissen kann. Claudio hatte recht. Vielleicht besucht et bin ja mal? Das wäre schön.

    Und Jim? Na für den heißt es wohl bald: Schafe, Schafe, Häusle baue.

  • "Nichts ist für die Ewigkeit ... alles was bleibt, ist Staub ... aber dennoch verschwenden wir ständig unsere Zeit ... wir arbeiten von früh bis spät ... machen Dinge, die wir nicht möchten ... Hauptsache höher, schneller, weiter ... und alles was bleibt, ist Staub. Wieso ist uns nicht bewusst, dass schon in der nächsten Sekunde alles vorbei sein kann? ... Wieso genießen wir nicht jeden einzelnen Moment mit unserer Familie und unseren Freunden? ... Wieso lassen wir uns ständig von Wut, Hass, Neid und Macht regieren? ... Obwohl wir genau wissen, dass am Ende nur Staub bleibt, von all dem, was wir hier tun."


    Dieser Absatz stimmt einen sehr nachdenklich, zumindest mich....ist was sehr wahres dran.............Den solltest Du vielleicht mal auch in einem anderen berühmt-berüchtigtem Forum posten, vielleicht kommen da so einige Schreiber mal zum nachdenken und beruhigen sich mal etwas und gehen vor allem mit anderen auch mal etwas freundlicher um.

    Ansonsten wieder klasse geschrieben,,,,,muss echt jeden Morgen erstmal hier nachschauen wie es mit Jim (und vielleicht auch mit Anna UND Jim) so weitergeht. Ich bestell dann schon mal Socken aus Schafwolle und nen Pulli in 3XXL dazu ;-)

    DANKE!! Und allen ein schönes Wochenende. Habt euch lieb..............;-)

  • 52. | Das Leben ist schön


    Jims erster Arbeitstag im neuen Abenteuer könnte nicht schöner beginnen: Die Sonne strahlt und wärmt vom Himmel ... die Vögel zwitschern ihr Lied von Freiheit ... und Anna und Jim machen lachend und flachsend die Grünland-Technik startklar ... ja, das Leben ist schön.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 201


    Am Mittag fährt Anna raus, um frisches Gras für die Schafe zu holen. Plötzlich sieht sie Jim und Flipper am Feldrand stehen ... Jim trägt einen Korb unter seinem Arm: "Zeit für eine Pause", ruft er Anna zu ... dann breitet Jim eine Picknickdecke aus und poppt eine Sektflasche auf ... lachend prosten sich Anna und Jim zu ... Flipper tollt im hohen Gras ... und am Waldrand stehen ein paar Rehe, die die Situation gespannt beobachten ... ja, das Leben ist schön.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 202


    Am Nachmittag kümmern sich Anna und Jim um die Schafe. Als Jim den Wasserspeicher aufgefüllt hat und nach Anna schauen will, bekommt er eine dicke Ladung Heu ab: "HEUSCHLACHT", ruft Anna ... die beiden toben durch den Stall ... völlig erschöpft, plumpsen sie kurz darauf ins Heu ... "Was sollen denn die Schafe von uns denken?", fragt Jim mit gespielt ernster Miene ... "Möööhhhh!", meint Schaf Elsi mit gleichgültigem Blick dazu ... Anna und Jim müssen laut lachen ... ja, das Leben ist schön.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 203


    Am Abend sitzen Anna und Jim mit Kurt beim Abendbrot. Kurt macht sich Sorgen, er berichtet davon, dass die Regierung von Steinbrunn schon wieder die Milch-, Getreide- und Kartoffelpreise senken wird. "Wir müssen etwas tun, wir können nicht mehr länger zuschauen, sonst sind alle Betriebe in Steinbrunn bald pleite", schimpft Kurt, "ich habe mich mit anderen Landwirten und Unternehmern zusammengeschlossen, wir gründen eine Bewegung, die proSteinbrunn-Bewegung. Wir werden den hohen Herren zeigen, dass sie uns nicht länger ausbeuten können!". Kurt hat natürlich recht, aber irgendwie spürt Jim, dass diese Geschichte auf kein gutes Ende hinauslaufen wird ... ja, das Leben ist schön ... aber Jim weiß auch, dass das Leben akribisch darauf achtet, dass es nicht ZU schön wird.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 204

  • Sehr gut, nach den eher traurigen und ernsten Erlebnissen der Vergangenheit auch mal wieder etwas von der Schönheit und Leichtigkeit des Lebens mitzubekommen. Sollte man als Erwachsener auch ab und zu mal im richtigen Leben umsetzen und wie Kinder herumalbern.

  • Opa Andre da hast du leider Recht. Man ist viel zu sehr mit den täglichen, immer wieder kehrenden Problemen beschäftigt, die sich einfach nicht vertreiben lassen, anstatt einfach mal zu sagen: "Hey, heute mach wir was lustiges. Das Leben ist schön"


    phFARM Die Steinbrunner werden dich wohl nicht streiken anfangen? Aber eins sage ich dir: Wenn die auf die Idee kommen, ihre Milch als Gülle aufs Feld zu fahren, so wie es vor einigen Jahren war, dann schreite ich ein. Irgendwo hört sich ja schließlich der Spaß auf! Das sind immerhin noch Lebensmittel.

  • 53. | Existenzängste


    Heute wird Jim zusammen mit Annas Vater Kurt das Rapsfeld bestellen. Zum Einsatz kommt der große 8R in Kombination mit einer 6-Meter-Väderstad-Sämaschine, die noch direkt am Hof mittels BigPack aufgefüllt wird. Die enge Zusammenarbeit nutzt Jim, um mehr über proSteinbrunn und die Hintergründe zu erfahren.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 205


    Kurt erklärt, dass die aktuelle Politik ausschließlich mit externen Großkonzernen und der Agrarindustrie kooperiert. Die bäuerliche Landwirtschaft, alteingessesene Betriebe und das heimische Bildungssystem werden hingegen komplett ignoriert. Das Geld liegt somit in den Händen weniger Kapitaleigner, eine gerechte Verteilung findet nicht mehr statt. Die Folge: Kleine Milchviehbetriebe und Schweinemasten aber auch Unternehmen und Geschäfte müssen schließen. Die Unernehmen, die sich noch halten können, müssen Personal entlassen.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 206


    Beim erneuten Auffüllen der Sämaschine erklärt Kurt weiter: "Die Unzufriedenheit unter den Steinbrunnern wächst enorm und auch das Stadtbild wird komplett zerstört. Bei einem Besuch der Innenstadt stößt man nur noch auf leere Schaufenster, wohingegen riesige Discount-Märkte von Großkonzernen wie Pilze aus dem Boden wachsen. Die Steinbrunner, haben das Spiel lange mitgemacht ... natürlich, es gab ja auch das Pfund Hackfleisch für wenige Cent ... aber jetzt, wo die eigene Existenz bedroht ist, wachen viele auf."


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 207


    Das Feld ist bestellt ... Jim und Kurt fahren die Maschinen zurück zum Hof. Nachdem die Maschinen abgestellt sind, fährt Kurt fort: "Wir von proSteinbrunn wollen unsere frühere Kultur und Stärke wiederbeleben. Wir wollen wieder eigene Produkte erzeugen und Qualität über Dumpingpreise stellen. Wir wollen die Liebe und die Verbundenheit zu unserer Heimat wecken, Steinbrunner sollen wieder glücklich sein, in Steinbrunn leben zu können. Noch heute Abend werden wir eine Demo auf dem Marktplatz starten, ich bin gespannt, wieviele Menschen kommen werden."


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 208


    Über SteinbrunnTV verfolgen Anna und Jim die kleine Demo. 200 Personen haben sich zusammengefunden, um friedlich zu demonstrieren. Aber mit Sorgenfalten auf der Stirn ließt Jim die Worte, die auf den Schildern stehen: "Unsere Heimat ist Steinbrunn" ... "Wir sind stolz, Steinbrunner zu sein" ... Jim weiß zwar, was diese Schilder aussagen sollen ... Jim weiß aber auch, dass aus diesen Worten schnell Fallstricke gebunden werden können.

  • Interessante und gute Themen, phFarm! Du hast das Thema um die große Industrie und den Verfall der klein- und mittelgroßen Milchviehbetriebe sehr schön umgesetzt! Ich freue mich auf den Protest!

    Ebenfalls freue ich mich auf die Schilder, denn ich finde es sehr gut, wenn jemand seine Meinung offen Kund tut! Ebenso gut finde ich den Slogan! Die Heimat und der Stolz dazu gehören mit Sicherheit nicht den Rechten in diesem Land! Sie ist in meinem Herzen! Und es macht mich mehr als traurig, dass ich den Satz nicht offen sagen darf, obwohl ich jeden Tag die Hoheitsabzeichen auf meinen Schultern trage und für Deutschland diene!


    Und wir aus Felsbrunn schließen uns natürlich den Steinbrunnern an! Und ich habe sogar gehört, die aus Mittenland Mühlkreis ebenfalls :thumbup:

    Auf und ab und wir sind trotzdem hier,FC Köln mein Lebenselixier!
    Rot und Weiß wir werden zu dir stehen,diese Tradition wird nie vergehen!

  • 54. | Gefühlschaos


    Kurt ließt am Morgen enttäuscht die Zeitung: "Eine kleine Gruppe rechter Demonstranten belästigt Steinbrunn", darunter sieht er ein kleines Bild mit dem Schild "Wir sind stolz, Steinbrunner zu sein!". So hat sich Kurt das Ergebniss zur Demo sicherlich nicht vorgestellt. Jim versucht Kurt zu ermutigen: "Die 'hohen Köpfe' werden euch nicht kampflos das Feld überlassen, damit müsst ihr rechnen. Ihr dürft euren Gegnern keine Angriffsfläche bieten. Ihr müsst eine stille Demo abhalten ... keine Parolen, keine Schilder ... einfach nur still und friedlich zeigen: WIR SIND VIELE!". Kurt nickt: "Vielleicht hast du recht. Die 'hohen Köpfe' wissen genau, was in der Bevölkerung wirkt ... gerade, wenn es um den Begriff 'Heimat' geht". Jim klopft Kurt auf die Schulter: "Kopf hoch, nur Fledermäuse lassen sich hängen", dann fährt Jim mit Anna zum Außenlager, heute kommen die Kartoffeln in den Boden.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 209


    Die Arbeit geht los: Anna befüllt die Kartoffellegemaschine mit dem Frontladerschlepper. Jim macht sich währenddessen mit dem Lege-Gespann vertraut.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 210


    "Hey Anna, komm mit", ruft Jim, als er das Gespann in Bewegung setzt und Anna hüpft auf den Beifahrersitz. Zusammen geht die Arbeit viel schneller von der Hand. Die beiden lachen über banale Dinge und reden nachdenklich über die Entwicklung von Steinbrunn ... die Chemie zwischen Anna & Jim passt einfach ... und ruck-zuck ist der Kartoffelacker fertig.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 211


    Am Abend sitzen Anna und Jim auf dem Weidezaun und beobachten die Schafe. "Wieso hast du eigentlich keinen Freund", fragt Jim ... Anna zuckt mit den Schultern: "Welcher Typ will schon eine Bäuerin?" ... 'NA ICH!', denkt Jim, behält seine Gedanken aber für sich ... "Und wie siehts bei dir aus", fragt Anna ... Jim antwortet ebenfalls Schulterzuckend: "Welche Frau will schon einen Bauern?" ... die beiden schauen sich an und müssen laut lachen ... dann berühren sich ihre Hände ... erschrocken und verlegen springen beide vom Zaun ... "i-ich m-muss d-die Sch-schafe noch füttern", stottert Anna, dann ist sie weg ... "WAS WAR DAS?", wunder sich Jim ... solche Gefühle hat er schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gespürt ... Herbert hatte diese Gefühle einst mit 'Flugzeuge im Bauch' beschrieben ... Jim würde wohl eher sagen 'Mähdrescher im Bauch' ... Mähdrescher, die alte Gefühle abernten, damit neue wachsen können.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 212

  • das war ja mal wieder was. Ich finde jetzt wird es an der Zeit Bürger*innen_Meister zu weden! Ob Jim da der richtige ist fragst du? Ne, ich hatte da mehr an Kurt gedacht. Er scheint ein bodenständiger Kerl mit heimatlichen Absichten, also gut geeignet.


    Solche Mähdrescher würde ich mir auch gerne bestellen, wo gibt's denn die?

    Aber Jim: Pass ja auf, dass du nicht Zum Mäh-Drescher wirst, wenns nicht klappt (hehe wortwitz):haue::rofl:

  • Kopf hoch nur Fledermäuse lassen sich hängen - sehr geiler Spruch, denn würde ich gerne in meinem Sprachschatz aufnehmen ^^

    und den, mit dem Mähdrescher - alte Gefühle abernten und so .... sehr gut - also die Spannungskurve bleibt, gut aufgepasst damals in der Schule :eine unbeschwerte zeit...::thinking::hail:

  • Schreibe heute nicht viel dazu. Die ersten 10 Minuten sagen eigentlich alles...

    Und das Video endete vor der miserablen Ernte 2018! Sehr gut, dass phFarm das Thema angeschnitten hat!

    Auf und ab und wir sind trotzdem hier,FC Köln mein Lebenselixier!
    Rot und Weiß wir werden zu dir stehen,diese Tradition wird nie vergehen!

  • 55. | Das Angebot


    Einige starke Maschinen konnte Kurt von seinem ehemaligen Lohnbetrieb retten. Viele Maschinen wurden aber zusammen mit dem Lohnbetrieb verkauft. Durch die katastrophale Fehlpolitik in Steinbrunn, mussten viele bäuerliche Betriebe das Handtuch werfen und somit verlor Kurt 2/3 seiner Kundschaft. Aber wie konnte es überhaupt soweit kommen? Ganz einfach: Die 'hohen Köpfe' verkaufen ihre Politik überaus geschickt, sie schwingen große Reden von Freiheit, Frieden, Wohlstand und von offenen Grenzen ... anschließend verschwinden sie in kugelsicheren Autos hinter den großen Schutzmauern ihrer Villen. In Wahrheit geht es nur um eins: Dem Streben nach Macht.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 213


    Kurt fährt mit dem selbstfahrenden Mähaufbereiter über die Wiese. Der Krone BiG M verfügt über eine Schwadablage, so dass direkt im Anschluss gepresst werden kann.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 214


    Jim fährt mit der Quaderballenpresse die Schwadbahnen ab. Anna ist wieder auf dem Beifahrersitz dabei. Wenn Anna bloß nicht so unfassbar attraktiv wäre ... verträumt schaut sie aus dem Fenster ... ihre langen Beine liegen auf dem Armaturenbrett ... Jim versucht verzweifelt, sich ausschließlich auf die Schwadbahn zu konzentrieren ... aber die Schweißperlen auf seiner Stirn verraten seine wahren Gedanken.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 215


    Am Abend fährt plötzlich ein schwarzer teurer Wagen vor. Peter Schneider steigt aus ... einst war er ein guter Freund von Kurt ... heute ist er Teil der 'hohen Köpfe'. "Kurt, ich habe sehr gute Nachrichten für dich", schwärmt Peter künstlich, "wir wollen dir deinen Hof und deine Felder abkaufen, ich habe ein Top-Angebot, speziell für dich ausgehandelt", schleimt Peter weiter und hält Kurt einen Zettel mit einer hohen Zahl vor die Nase. "Was soll das, was wollt ihr mit meinem Hof?", fragt Kurt mit düsterem Blick. "Wir wollen hier ein riesiges Einkaufszentrum errichten, ein wahres Shopping-Paradies, ist das nicht toll?", erklärt Peter gespielt stolz. "Peter", sagt Kurt mit enttäuschter Stimme, "du hast deine halbe Kindheit auf diesem Hof verbracht, meine Mutter hat dich wie ihr eigenes Kind geliebt, du warst wie ein Bruder für mich ... und jetzt willst du das alles vernichten für einen hässlichen Konsumtempel?". Peter gibt nicht auf: "Aber Kurt, schau dir doch das Angebot an ... ich kann auch noch etwas drauflegen!". Kurt ist ein Kerl, wie ein Baum, aber jetzt steht er nur noch wortlos da und schaut mit Tränen in den Augen auf seinen alten Freund. Anna und Jim tauchen hinter Kurts Schultern auf: "Es ist wohl besser, wenn sie jetzt gehen!", sagt Jim forsch und schlägt die Tür zu. "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", hören sie Peter von draußen rufen, dann braust der Wagen vom Hof.


    Anna & Jim in Steinbrunn ~ 216

Teilen

Benutzer online

  • 1 Mitglied und 1 Besucher
Legende
  • Administratoren
  • Co Admin
  • Moderatoren
  • Modder
  • Mapper
  • DL Manager
  • Medienmanager
  • Partner
  • V.I.P.